Wikiwars, Selbsttests und videogestützte Sprachbeurteilung
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Ihre Studenten zu motivieren. Ihre virtuelle Lernumgebung (VL) ist einfach ein anderes Tool. Aber wenn es gut eingesetzt wird, ist es möglicherweise das überzeugendste digitale Tool, das Ihnen zur Verfügung steht. Hier sind ein paar Ideen, die Sie vielleicht dazu inspirieren, neue und anspruchsvolle Nutzungsmöglichkeiten für Ihr VL ausfindig zu machen.
Leistungsverbesserung bei den Jungen dank Wikiwars
Für viele Schulen stellen die Lese- und Schreibfähigkeiten der Jungen ein großes Problem dar. Die Jungen für Lyrikkurse zu begeistern, ist für Deutschlehrer eine der größten Herausforderungen. Die Dane Court Grammar School im Vereinigten Königreich hat dieses Problem durch die Einführung von Wikiwars gelöst. Seitdem haben sich die Lyriknoten der Jungen im Durchschnitt von C auf A verbessert.
Ein Wikiwar ist im Wesentlichen ein Diskussionsforum, das in der virtuellen Lernumgebung erstellt wurde und in dem gleichzeitig eine Reihe von Gedichten besprochen wird. Studenten schließen sich zu Paaren zusammen und nehmen an der Debatte teil, um die Diskussion mit ihren Argumenten „zu gewinnen“. Wikiwars wecken nicht nur den Kampfgeist, sondern ermöglichen auch Studenten, die normalerweise aufgrund ihrer Schüchternheit Probleme damit haben, vor anderen zu sprechen, an der Diskussion ohne Scheu teilzunehmen. Außerdem können sich die Studenten zur Stoffwiederholung vor einer Prüfung die Debatte nochmals ansehen.
Wie dieses Konzept in der Praxis umgesetzt wird, sehen Sie auf teachers.tv
(Anmerkung: In diesem Videoclip werden drei Fallstudien vorgestellt. Die Fallstudie zu Wikiwars beginnt bei 7 Minuten und 55 Sekunden.)
Größerer Lernanreiz durch selbst erstellte Tests
Wenn Sie das Wissen einer Person über das politische System der USA testen sollten und dafür nur zehn Fragen zur Verfügung hätten, welche Fragen würden Sie stellen? Laut Trond Skeie, it's learning-Trainer, stehen Studenten einiger norwegischer Schulen genau vor einem solchen Dilemma. Der Grund dafür? Sie müssen die Fragen für den Abschlusstest am Ende des Semesters selbst verfassen.
„Viele virtuelle Lernumgebungen verfügen über wirklich flexible Test-Tools und man kann selbst Musik, Videos oder Bilder in die Fragen einbinden“, erklärt Trond. „Warum sollte man also diese Aufgabe nicht an die Studenten abgeben? Sie mögen den Umgang mit dem Tool und wollen die Thematik verstehen, damit sie den anderen schwierige Fragen stellen können.“
Sobald alle Fragen eingereicht worden sind, wählt der Lehrer einige davon für den Abschlusstest aus. Laut Trond hat die Übung dadurch einen zusätzlichen Reiz. „Wenn den Studenten eine gute Frage einfällt, können Sie sicher sein, dass diese Frage auch im Test vorkommt. Das garantiert ihnen zumindest eine richtige Antwort.“
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Einfachere Sprachbeurteilung für Sprachlehrer
Ein Sprachlehrer muss über ein gutes Gedächtnis verfügen, wenn es darum geht, die sprachliche Entwicklung eines jeden Studenten zu beurteilen. Er muss sich zunächst daran erinnern können, wie jeder einzelne Student zu Beginn des Semesters gesprochen hat, und diese sprachlichen Fähigkeiten dann mit jenen am Ende des Kurses vergleichen. Selbst wenn Lehrer sich ausführliche Notizen machen, stellt dies keine leichte Aufgabe dar.
Eine mögliche Lösung dafür ist es, Studenten in regelmäßigen Abständen Sprechaufgaben zu geben, die sie direkt in der virtuellen Lernumgebung aufzeichnen. Auf diese Weise kann sich der Lehrer die einzelnen Aufzeichnungen anhören und beurteilen, inwieweit sich die Aussprache und der Sprachfluss verbessert haben.
Diese Methode motiviert die Studenten möglicherweise in erheblichem Maße. Sie können sowohl die Aufzeichnungen abspielen und ihre Fortschritte hören als auch ihre Schwachstellen entdecken, damit sie wissen, woran sie noch arbeiten müssen.
Sehen Sie, wie die Sprachaufzeichnung in it’s learning funktioniert