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Das IKT-Konzept des Studienseminars in Aurich schaffte es unter die besten acht Einreichungen des von itslearning ausgeschriebenen Wettbewerbs „Best use of itslearning 2012“. Wir gratulieren! Das Konzept, mit dem das Studienseminar erfolgreich arbeitet, stellen wir Ihnen hier vor.

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Konrektorin Christa Ehrig im mediengestützten Unterricht

Im niedersächsischen Studienseminar für die Lehrämter an Grund-, Haupt- und Realschulen in Aurich erweitern zukünftige Lehrer ihre Medienkompetenz gezielt. „Unser Anliegen im Rahmen unseres IKT-Konzeptes ist die Förderung der Medienkompetenz der bei uns eingestellten Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst“ erklärt Christa Ehrig, Konrektorin des Seminars. „Immer noch herrscht an vielen unserer Schulen eine wenig zufriedenstellende Situation, weil der Umgang mit digitalen Technologien nicht selbstverständlich ist und auf Seiten der Lehrkräfte Unsicherheiten bestehen.“ Diese beträfen zum einen den praktischen Einsatz, zum anderen die rechtliche Situation.

Für professionelles Berufshandeln erforderlich

Das Landeskonzept „Medienkompetenz in Niedersachsen - Meilensteine zum Ziel“, das die niedersächsische Landesregierung im Februar 2012 in einer überarbeiteten Fassung veröffentlichte, fordert ausdrücklich die Ausbildung der Lehrkräfte gerade in diesem Bereich. Die Studienseminare „müssen gewährleisten, dass die ausgebildeten Lehrkräfte am Ende ihrer Ausbildung über die erforderlichen medienpädagogischen Kompetenzen verfügen, die für professionelles Berufshandeln erforderlich sind.“, heißt es in dem Papier.

itslearning bietet sehr gute Werkzeuge zur Förderung der Medienkompetenz

Das Studienseminar geht beispielhaft auf diesem Weg voran und setzt die Anforderungen des Konzepts zum großen Teil mit der Lernplattform itslearning um. Die Lehramtsanwärterinnen- und anwärter lösen Aufgaben im Rahmen des Studienseminars - zunächst grundsätzlich in der Rolle des Lerners, um selbst die Nutzung digitaler Lernmedien auch aus Schülersicht zu erfahren. „Die Plattform von itslearning bietet hierfür sehr gute Werkzeuge“, so Frau Ehrig.

Das E-Portfolio begleitet die Ausbildung


Beispiel für ein ePortfolio in itslearning

Jeder Anwärter führt ein ausbildungsbegleitendes E-Portfolio (siehe Abbildung), das er ausgewählten Kollegen und dem Pädagogik-Seminarleiter zugänglich macht. Hierfür werden die Anwärter zu Beginn des Vorbereitungsdienstes in einer Einführungsveranstaltung mit den E-Portfolios vertraut gemacht. Eine zweite Schulung soll auf Anregung der Lernenden zukünftig etwa nach 6 – 8 Monaten durchgeführt werden.

Stärkung der Eigenverantwortung mithilfe des individuellen Lernplans

Das E-Portfolio wird auf Grundlage eines individuellen Lernplanes (ILP) erstellt. Der ILP ist ein übersichtliches Werkzeug, das dem Lernenden mehr Eigenverantwortung im Lernprozess ermöglicht. Ein Mentor kann den Lernenden hierbei in der Beraterrolle begleiten.


Ausschnitt eines Individuellen Lernplans (ILP) in itslearning: Ausbildungsinhalte der Anwärter werden übersichtlich dargestellt.
Lernstände hat so jeder Lernende im Blick. 

Selbstlernkurse zur Einführung in die Lernplattform

Jeder neue Nutzer hat die Möglichkeit, sich durch das selbstständige Durcharbeiten zweier eigens erstellter „Erste Schritte“-Kurse mit den grundlegenden und für die Nutzungszwecke des Seminars wichtigsten Funktionen der Plattform vertraut zu machen. „Dieses Angebot wird nach wie vor immer wieder gerne wahrgenommen“, so Ehrig.

Formeller und informeller Austausch per Videokonferenz

Die Teilnehmer des Seminares führen in Kleingruppen einmal monatlich eine Videokonferenz zur Klärung brennender Fragen durch. Dies soll zum einen den Umgang mit dem Tool selbstverständlicher werden lassen, zum anderen - da diese Videokonferenzen grundsätzlich ohne Anwesenheit der Seminarleitung stattfinden - einen ungezwungenen und informellen Austausch ermöglichen.

Themen sind z. B. Fragen der schriftlichen Unterrichtsvorbereitung, des Umgangs mit besonderen Belastungssituationen oder der Ausbildungsorganisation. Rückmeldungen der Anwärter bestätigen, dass hier eine gute gegenseitige Unterstützung stattfindet und somit gleichzeitig auch die in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung geforderte Teamfähigkeit gefördert wird.

Bei Videokonferenzen, die unter bestimmter Fragestellung im Rahmen von auf itslearning stattfindenden Online-Sitzungen ablaufen, ist der Ausbilder ebenfalls Teilnehmer der Videokonferenz. Die Kursräume von itslearning stellen Vorbereitungsmaterial und Aufgaben im Sinne des „Flipped Classroom“ bereit (siehe Beispielaufgabe).

 

Ausbilder überzeugt

Die Nutzungsfrequenz der Plattform ist höchst erfreulich.

„Wir als Ausbilder schätzen an der Arbeit mit itslearning besonders die Möglichkeit, Anregungen und Ideen durch einfachen Austausch mit Kollegen zu sammeln. Funktionen wie der Kalender, Registrierungen, die Ressourcenbuchung und das Nutzen der Bibliothek sind aus unserem Lehralltag nicht mehr wegzudenken“, zeigt sich Frau Ehrig begeistert. „Wir haben die Möglichkeit, Geräte und Räume zu buchen, Sammel-Mitteilungen über das Nachrichtensystem zu versenden, E-Mailadressen problemlos zu finden, Links ganz einfach einzubinden, Dateien besser verwalten zu können und haben die volle Übersicht in Kursen und über deren Teilnehmer.“



Lehramtsanwärter sind überzeugt

Aber auch die Lehramtsanwärter empfinden bestimmte Vorteile als gewinnbringend für sich. Die Möglichkeit, RSS-Feeds zu buchen bedeutet für sie, dass keine Termine mehr verpasst werden. Die einfache und schnelle Kommunikation mit anderen Anwärtern oder Ausbildern sei in den verschiedenen zu koordinierenden Aufgabenfeldern eine große Hilfe. So können auch für den Unterricht oder die Ausbildung benötigte Materialien viel direkter untereinander ausgetauscht werden. Da viele Hospitations- und Besuchstermine zu koordinieren sind, ist die Kalenderfunktion eine weitere unverzichtbare organisatorische Entlastung.



Trotz mangelnder IT-Ausstattung

Noch immer verfügen nicht alle Schulen in Ostfriesland über interaktive Tafeln, gesicherte, schnelle Internetverbindungen, Visualizer oder gar Tablets. Gleiches gilt für den Prüfungsunterricht. „Wir stellen aber fest, dass unsere Absolventen durch den selbstverständlich gewordenen Gebrauch von Technologie in der Ausbildung auch mit zunehmender Häufigkeit ihre Abschlussarbeiten diesem Thema widmen und selbstbewusster mit Technik im Unterricht umgehen“, konstatiert Ehrig. „Dies ist ein Zeichen für uns, dass wir auf einem richtigen Weg sind.“


Laden Sie hier eine zweiseitige Zusammenfassung des Konzepts herunter

Lesen Sie auch weitere Fachartikel darüber, wie vielfältig die Nutzung der Lernplattform sein kann.

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Weitere Informationen

Webseite des Studienseminars Aurich

itslearning-Pressemeldung vom 14.1.2013

Landeskonzept Niedersachsen: Medienkompetenz in Niedersachsen - Meilensteine zum Ziel 

(Das niedersächsische Landeskonzept fordert unter anderem, für jeden Schüler ein mobiles Gerät, für jede Schule eine webgestützte Lern-und Arbeitsumgebung bereit zu stellen sowie verpflichtende Medienkompetenzschulungen in der Lehrerausbildung.)

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