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Lesotho: Computer motiviert Schüler auch im ärmsten Land der Welt

Stellen Sie sich vor, sie unterrichten an einer Schüler mit 700 Schülern, von denen 100 in Ihre Klasse gehen – und Sie haben nur zwei Computer ohne Internetanschluss. Das ist der Alltag für Moliehi Sekese und ihre Kollegen. Aber sie machen das Beste aus den wenigen Ressourcen, die sie haben. Denn sie wissen: Bildung ist der Schlüssel zu einer besseren Zukunft.

 

Die Lehrerin Moliehi Sekese aus Lesotho am Bryggen im norwegischen Bergen. 

Moliehi unterrichtet Englisch und Naturwissenschaft an der Mamoeketsi Grundschule in Lesotho – einem der ärmsten Länder der Welt. Das afrikanische Land, etwa so groß wie Belgien, ist eine Enklave, die vollständig von Südafrika umgeben ist. In Lesotho leben etwas mehr als zwei Millionen Menschen, 40% von ihnen unterhalb der internationalen Armutsgrenze, d. h. sie leben von weniger als einem Dollar täglich. UNAIDS zufolge sind 24 % der erwachsenen Bevölkerung mit HIV/AIDS infiziert (was weltweit der dritthöchste Bevölkerungsanteil ist). Trotzdem können etwa 85 % der Einwohner über 15 Jahre lesen und schreiben. Somit hat Lesotho eine der höchsten Alphabetisierungsraten in Afrika, was nicht zuletzt daran liegt, dass Lesotho 12 % seines Bruttonationalprodukts in die Bildung investiert.

Glaube an Technologie trotz geringer Ressourcen

Moliehi Sekese gewann 2009 für ein Schulprojekt über einheimische Pflanzen den Preis Microsoft Innovative Education Forum's Educator's Choice. 2011 besuchte sie die Userkonferenz von itslearning.

Sie können auch lesen, was die Schüler von Ann Michaelsen über sie im Artikel International guest visits our International English class schrieben.
An der Mamoeketsi Grundschule ist die Lehrerin die einzige Informationsquelle für die Schüler, weil Lehrbücher und sogar Tische und Stühle rar sind. Bis vor kurzem gab es noch nicht einmal Elektrizität an der Schule und Moliehi musste die Laptop-Computer zuhause aufladen.

Im April 2011 war sie zur Userkonferenz von itslearning in die norwegische Großstadt Bergen eingeladen. Hier hinterließ die Lehrerin aus einem der ärmsten Länder der Welt einen nachhaltigen Eindruck bei den Lehrern aus den reichsten Ländern.

Obgleich ihr nur zwei Laptop-Computer zur Verfügung stehen, hegt Moliehi große Hoffnungen in Bezug auf die Informationstechnologien an Schulen. „Ich glaube, dass wir durch den Einsatz von Informationstechnologien bessere und motiviertere Schüler haben“, sagte sie. „Jetzt haben wir in unserer Schule zwei Computer und Elektrizität – Dinge, von denen wir vorher nicht zu träumen wagten. Nun können wir dies zum Wohl unserer Kinder einsetzen.”

Spenden für Moliehis Schule

Die norwegische Lehrerin Ann Michaelsen traf Moliehi Sekese beim Microsoft Innovative Education Forum Award. Die beiden Lehrerinnen blieben in Kontakt und jetzt sammelt Ann Spenden, damit die Mamoeketsi Grundschule weitere Computer und Mobiltelefone kaufen kann und auch eine Internetverbindung erhält. Wenn Sie dabei helfen wollen, wenden Sie sich an Ann per E-Mail: ann.s.michaelsen@sandvika.vgs.no.

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