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#itstalk4: Bildung in der digitalen Welt & Schulinternes Curriculum

Wie gelingt Bildung in der digitalen Welt?

In diesem vierten Online-Podium unserer itstalk-Reihe am widmen wir uns gemeinsam mit ExpertInnen einem brandaktuellen Thema: Was verstehen wir unter einer zeitgemäßen Medienkompetenz und wie können Schülerinnen und Schüler diese erfolgreich in Schule und Unterricht erwerben? 

Wann? Dienstagabend, 10. Januar 2017 von 17.30 Uhr bis 18.45 Uhr

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Der Hintergrund

Die Kultusministerkonferenz hat das Jahr 2016 als Schwerpunktjahr für "Digitale Bildung" definiert und eine Strategie "Bildung in der digitalen Welt" erarbeitet, die Grundlage für neue Lehrpläne der Länder sein soll.

  • Aber wie lange dauert nun die Umsetzung in die Praxis? Gelingt dies in allen Bundesländern bis 2021, wie es die Strategie vorsieht? 
  • Gibt es bereits Lehrpläne und innovative Initiativen an Schulen, die Medienkompetenz schon heute adäquat berücksichtigen?
  • Wie sollte eine Schule ihr schulinternes Curriculum idealerweise gestalten und womit können Schulen sofort loslegen? (Oder haben es schon längst getan?) 
Das Online-Podium moderiert: Peter Sidro, Marketing bei itslearning

(Diskutieren Sie bereits im Vorfeld auf twitter (#itstalk4) oder in diesem Blog am Ende dieser Seite Ihre Fragen.)

Um über diese und weitere Fragen mit Ihnen zu diskutieren, freuen sich unsere ExpertInnen in diesem itstalk (und wir freuen uns, dass sie dabei sind!): 

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Und nun sind Sie dran: Was sind Ihre Fragen an die ExpertInnen-Runde?

Bitte hinterlassen Sie Ihren Kommentar und steigen in die Diskussion ein... das geht auch auf twitter (#itstalk4)

12 comments (Add your own)

1. Friederike Wenisch wrote:
Auch ich begrüße das KMK-Papier, welches die Länder zur Anpassung ihrer Lehrpläne “zwingt“. Es drängen sich mir allerdings Fragen auf:

1. Zur Anpassung:
Wenn die Länder ihre Lehrpläne anpassen, inwiefern passiert dies orientiert an dem, was machbar, zukunftsweisend und vertretbar ist, so dass die Bilfungsunterschiede zwischen den Ländern nicht noch größer werden? Gibt es eine übergeordnete, regulierende Instanz, die unterstützt und leitet?
2. Zur Umsetzung:
Die Länder halten die Schulen jetzt bereits allerorts an, schulinterne Curricula entlang der Rahmenpläne zu entwerfen. Inwiefern wetten die Schulen, die bereits jetzt wenig Unterstützung dabei erhalten, im Zuge der Digitalisierung unterstützt? Sollen sie die Curricula lediglich ergänzen oder neu aufsetzen? Wie werden die Ressentiments der Lehrer abgebaut, die sich jetzt bereits bevormundet fühlen, wenn sie angehalten werden, digitale Elemente in ihrem Unterricht aufzunehmen?
3. Digitale Tools mit ihren Vor-& Nachteilen: Inwiefern schützt man die Lehrkräfte wirklich alles zu dokumentieren zu müssen und dies digital zu erfassen sofern Sie dieses nicht wollen? Inwiefern unterstützt die Dokumentation erworbener Kompetenzen tatsächlich den langfristigen Kompetenzerwerb?

Diese Fragen drängen sich mir auf, obwohl ich gerne und viel digital arbeite! Ich bin gespannt auf die anstehenden Entwicklungen!

Wed, December 7, 2016 @ 19:41

2. Heike Ingenhoven wrote:
Als Musiklehrerin am Raiffeisen-Campus bin ich täglich mit dem Thema "Bildung in einer digitalen Welt" in direktem Kontakt.
Ich frage mich, wie wir es schaffen können, die digitale Entwicklung in Deutschland wirklich gemeinsam voranzubringen, ohne dass jede Schule alleine für sich versucht den Stein der Weisen zu finden.
Gemeinsam diesen unverzichtbaren Weg zu gehen bedeutet auch die Generation der älteren KollegInnen und Eltern mitzunehmen.
Ich freue mich schon auf den Austausch dazu.
Mit musikalischen Grüßen
Heike Ingenhoven

Wed, December 7, 2016 @ 19:59

3. Dietmar Kueck wrote:
Gelingensbedingungen für eine systemische Einführung digitaler Medien in den Unterricht ist dieses innerhalb eines Schulentwicklungsprozesses zu gestalten. Dazu gehört auch der Baustein schulinternen Curriculum. In wie fern werden Curriculumsvorgaben seitens der KMK gemacht, die dann in den Ländern umgesetzt werden sollen? Wie groß bleibt der Freiraum einer Schule?

Status meiner Projektarbeit: www.schulbyod.de/schul-curriculum.html

Thu, December 8, 2016 @ 14:28

4. pattie wrote:
Ich bezeichne mich selbst als sehr medienaffin, probiere Neues immer gleich aus und nutze in meiner Schule gern PC und Smartboards. Sicher bieten auch Tablets und Smartphones im Unterricht interessante neue Möglichkeiten.
Trotzdem kommen mir zunächst kritische Gedanken.
Wie gehen wir in Zukunft in unserer Gesellschaft mit dem Kulturgut Schreiben um? Ich arbeite nicht mit Gymnasiasten, meine Schülerklientel kann heute schon zum Teil nicht mehr gut schreiben, ganz zu schweigen von Korrektheit. In Zeiten von Tablets egal, dafür hat man Korrekturprogramme. Soll das so?
In meinem Klassenraum sitzen Inklusionskinder, Kinder mit Migrationshintergrund, Kinder mit Teilleistungsschwächen, Kinder mit sozial-emotionalen Störungen und Kinder, die nach dem Realschulabschluss das Abitur machen können sollen. Und ich habe vor 15 Jahren Lehrerin gelernt und mehr nicht. Personelle Unterstützung wäre für mich da dringender nötig, als Tablets.
Ich sehe in der Medienerziehung auch das Ziel, Kindern beizubringen, dass Freizeit nicht nur aus Smartphone und PC besteht. Vor diesem Hintergrund sollen die Dinger jetzt auch noch in der Schule eine Rolle spielen?
Ja, vermutlich müssen sie das, um die Kinder auf ihr Leben "draußen" gut vorzubereiten. Aber ich denke, man muss über das Wie gründlich nachdenken.

Sat, December 10, 2016 @ 12:20

5. Christian Füller wrote:
Gestatten Ihro Durchlaucht, untertänigst eine Frage vorbringen zu dürfen? Es sind drei Teilnehmerinnen gesetzt: Nummer 1 digitale Bildung hat Potenzial! Nummer 2: digitales Lernen wird immer toller und Nummer 3: digitale Schule wird nicht genug gefördert! - Und dann lädt der Moderator ein, kritische Fragen einzureichen, auf dass sie auf jeden Fall erkannt werden können. Klasse, das nennt man eine 100prozentig homogene Lerngruppe. Wie war das noch? Lernen im Kontext der Digitalisierung bereitet auf "kritisches Reflektieren" (Bogedan) - nur ohne kritisches Reflektieren ;-)

Mon, January 2, 2017 @ 19:40

6. Peter Bloecker wrote:
Digitales Lernen und Bildung: Was immer wieder vergessen wird: Diese Tools sind ein Medium und muessen auch so behandelt werden. Bildung hat mit dem Medium selbst nichts zu tun. Viel Zeit und viele Resourcen koennen verschwendet werden, wenn das Cui Bono nicht geklaert ist. Schueler / - innen koennen mit dem Medium / Smartphone umgehen, aber was hat das mit Bildung zu tun? Hinterfragen, reflektieren, kommunizieren, vermitteln und vieles mehr. Alles total offen ... und oftmals nicht kapiert.

Wed, January 4, 2017 @ 11:13

7. Markus Brehme wrote:
In der KMK-Strategie "Bildung in der digitalen Welt" heißt es:

"Lernen mit und über Medien in der digitalen Welt wird auf absehbare Zeit als ergänzendes Instrument im Unterricht eingesetzt werden und fügt sich daher in den geltenden schulrechtlichen Rahmen ein."

Was ist mit "ergänzendes Instrument" gemeint? Was wäre ein ersetzendes Instrument?

Zum Beispiel Reduzierung der Präsenzunterrichtsstunden zugunsten IT-dokumentierter Lernzeiten und Prüfungsergebnisse in digital-virtuellen Lernumgebungen?

Thu, January 5, 2017 @ 10:22

8. L. Canitz wrote:
Vielen Dank für die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Ich würde mich freuen, wenn folgende zwei Fragen beantwortet werden würden.

1. Jeder in der Diskussion spricht von Digitalisierung, digitaler Bildung, Medienbildung und informatischer Bildung. Die Abgrenzungen sind je nach Quelle unterschiedlich und fließend. Könnten Sie die Begriffe - so wie sie bei der Erstellung der KMK-Strategie verstanden wurden - kurz ins Verhätnis setzen?

2. Ist die informatische Bildung (Erlernen von Programmiersprachen, Verstehen von Codes, Binärsysteme, usw.) nach dem Verständnis der KMK und seiner Strategie notwenigerTeil von Bildung in der digitalen Welt oder nice-to-have-not-need-to-have? (Leider ist hierzu kaum etwas in der KMK-Strategie zu finden.)
Sprich: Sollen alle SchülerInnen mit Schulabschluss Grundwissen darüber haben, wie bspw. ein PC aufgebaut ist, wie Programmiersprachen funktionieren, was hinter dem Display in einem Mobiltelefon steckt, was Code und IP-Adressen sind oder auf welcher technischen Grundlage Internet & Co. funktionieren?
(Mit ist klar, dass dies in der Schule Teil der Informatik ist, sofern dieses Fach angeboten wird. Gerne würde ich jedoch wissen, wie es von der KMK zum Verständnis "Bildung in der digitalen Welt" eingeordnet wird.

Vielen Dank!

L. Canitz

Thu, January 5, 2017 @ 13:34

9. Helmut Klaßen wrote:
Es ist erfreulich festzustellen, dass die KMK mit Ihrem aktuellen Strategiepapier die zunehmende Digitalisierung von Gesellschaft und Arbeitswelt wahrnimmt und dies zum Bestandteil des Bildungsauftrages erhebt. Wenig realistisch erscheint das Ansinnen, dies allein als integralen Bestandteil über alle Fächer in Schule zu positionieren. Eine Haltung zur „Didaktik der Digitalen Bildung“ und ein damit einhergehender fundamentalter Wandel in Schule, welcher über Fortbildungen von Lehrer*innen so angebahnt werden soll, dass er bei Schüler*innen ankommt, kann auf diesem Wege kaum gelingen. Es genügt nicht, die Kolleg*innen in den Schulen fortzubilden. Es müssen gut ausgebildete Lehrer*innen mit einer fachlichen Qualifikation für „Digitale Bildung“, also Lehrer*innen mit der Facultas „Informatik“ in die Schule. Diese Lehrer*innen werden aber an den Schulen nicht gesucht. Es gibt keinen Bedarf, bzw. in vielen anderen Bereichen ist der Bedarf höher. Wenn man „Digitale Bildung“ wirklich ernst nehmen möchte, muss strukturell das Fach Informatik ab der Klasse 5 verpflichtend eingeführt werden, womit dann der Bedarf an qualifizierten Lehrer*innen unmittelbar steigt. In diesem Fach „Informatik“ geht es keineswegs nur um „Programmieren lernen“, vielmehr setzt sich dieses Unterrichtsfach zusammen aus: Medienbildung + Anwendungen + Informatik; in Anlehnung an Beat Döbeli Honegger. Die Struktur muss einheit¬lich von der Grundschule über die Oberschule bis in die gymnasiale Oberstufe spiralcurricular durchdacht sein. Nur dann haben wir eine Chance, uns der Herausforderung der Digitalisierung unserer Lebenswelt zu stellen. Finnland macht es uns mit einer aktuellen Schulreform (Phenomenon Based Learning) vor, in der es im Kern u.a. darum geht, die Kinder im Leben abzuholen. Das Smartphone ist kein Thema, es ist einfach da. Eine Diskussion darüber erübrigt sich.
Gelder für eine gute digitale Infrastruktur haben nur einen Wert durch eine Investition in einen sehr guten Umgang damit. Dafür müssen Strukturen geschaffen werden und gut ausgebildetes Personal muss in die Schulen kommen! Wenn Politik den „Abschied vom Datenschutz“ diskutiert und „Datensouveränität“ fordert, reicht eine Digitale Auf¬klärung in Schule nicht. Ein fundierter Umgang mit der „Didaktik der Digitalen Bildung“ von gut qualifiziertem Personal ist unumgänglich.

Tue, January 10, 2017 @ 8:23

10. S Rühle wrote:
Vor einem Jahr habe ich im Rahmen meiner Lehrerausbildung eine Examensarbeit mit dem Thema
„Konzeptionelle Grundgedanken zur sinnvollen Integration eines Smartphones in den Unterricht
- ein kritisch konstruktiver Blick auf verschiedene Szenarien in der beruflichen Bildung“ geschrieben.
Mir fiel bei der Analyse des Themas auf, dass die Bereitschaft in der Lehrerschaft sich mit der zunehmenden Digitalität auseinanderzusetzen relativ gering ausgeprägt ist, - von Ausnahmen abgesehen. Die Hemmschwellen sind groß.
Mein Vorschlag war eine schulübergreifende Arbeitsgruppe zu bilden, die Nutzungsbeispiele erarbeitet und kommuniziert, die Voraussetzungen beschreibt und entsprechende Rahmenbedingungen schafft, immer in Zusammenarbeit mit den Schulen.
Wenn man die Gestaltung des Unterrichts mit dem Smartphone nur dem einzelnen Lehrer überließe, würde das Nutzungspotential nicht ausgeschöpft werden.
Die Reaktion auf meine Vorschläge war, um es vorsichtig zu formulieren, verhalten. Die generelle Aufgeschlossenheit gegenüber der Nutzung von Digitalität durch Smartphones war nach meinem Eindruck begrenzt.
Das muss sich in Zukunft ändern, sonst zieht beispielsweise der kenianische Unterricht bald an uns vorbei, - zumal die Smartphones aus dem Klassenraum bereits jetzt schon nicht mehr wegzudenken sind.

Tue, January 10, 2017 @ 13:36

11. Jörg Behrmann wrote:
Es gibt eine marginal kleine Gruppe von Schülerinnen und Schülern, für die auf digitalem Wege eine Teilnahme am sozialen, insbesondere am schulischen Leben, erst möglich gemacht wird. Es handelt sich um chronisch kranke Menschen, onkologisch erkrankte, um Menschen, die sich zeitweise in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie aufhalten und Menschen mit einer seelischen Behinderung wie zum Beispiel Autismus Spektrum Störung.
Digitale Bildung und digital übertragene Bildung an einen anderen Ort (Krankenhaus, Einrichtung) bedeutet für diese Menschen eine Teilnahme am schulischen und sozialen Leben von einem anderen Ort aus und ist im besten Sinne inklusiv.
Um die schulische Bildung dieses Personenkreises sicherzustellen, gibt es in den meisten Bundesländern so genannte Schulen für Krankenhaus- und Hausunterricht. Deren Lehrkräfte schaffen für den beschriebenen Personenkreis natürlich ein anderes Lernangebot als die Ursprungsschulen der zeitweise erkrankten Schülerinnen und Schüler.
Die Idee, Unterricht an einen anderen Ort zu übertragen, gibt es schon länger. Digitalisierung und digitalisierter Unterricht bietet hier für alle Beteiligten ein konkretes und überschaubares Handlungsfeld.
Ich wünsche mir, dass im Rahmen der Initiative bundesweit die bisher eher zaghaften Versuche an Krankenhausschulen - zum Beispiel in Regensburg - ( http://klinikschule-oberpfalz.de/virtueller-krankenhausunterricht/ ) koordiniert, neu initiiert, begleitet und ausgebaut werden.

Tue, January 10, 2017 @ 14:40

12. Peter Sidro wrote:
Ich bedanke mich bei allen, die Ihre Fragen vor oder während des #itstalks4 eingebracht haben. Ich hoffe, diese sind einigermaßen beantwortet worden. Ich werde die DiskutantInnen darum bitten, Link-Empfehlungen zum Thema schulinternes Curriculum zu geben, ebenfalls wird zeitnah die Aufzeichnung des Podiums abrufbar sein.
Schönen Abend, Peter Sidro

Tue, January 10, 2017 @ 19:29

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