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Internationale Kompetenz an der Nesbru-Oberschule

Schüler des International Baccalaureate-Programms an der Nesbru-Oberschule in Norwegen lernen, was Lehrer Tor Øyvind Andersen ‘internationales Denken’ nennt. Der Unterricht findet auf Englisch statt und der Lehrplan ist international ausgerichtet – um das interkulturelle Verständnis bei den Schülern zu fördern. itslearning ist dabei ein wichtiger Stützpfeiler. 

Die Plattform bietet Tor Øyvind die Möglichkeit, kulturelle Unterschiede zu überwinden und spannende Unterrichtsmaterialien einzusetzen, um die Schüler auf eine Tätigkeit in einem modernen, multinationalen Arbeitsumfeld vorzubereiten. Hier erzählt uns Tor Øyvind, wie er moderne Methoden wie Animationen und Simulationen anwendet – in einem Fach, bei dem alternative Unterrichtsmethoden bislang Mangelware waren: Chemie!

„Wenn Sie sich anschauen, wie Chemie in der Vergangenheit unterrichtet wurde, werden Sie feststellen, dass es nur einen Weg gab, dieses Fach zu unterrichten. Das hat sich in den letzten zehn Jahren grundlegend verändert“, sagt er. „Personalisiertes Lernen heißt das Stichwort, das in Bildungskreisen die Runde macht, aber manchmal hilft es, wenn die Schüler anonym mit ihren Lehrern kommunizieren können“, so Tor Øyvind Andersen, Chemielehrer an der Nesbru Oberschule.

Anonyme Umfragen zur Messung des Lernfortschritts der Schüler

Das gilt insbesondere für das International Baccalaureate (IB)-Programm an der Nesbru, an dem Schüler aus verschiedenen Ländern – rund ein Drittel der 60 Schüler des Programms sind Nicht-Norweger – teilnehmen, um die Hochschulreife zu erlangen. Die Schüler, die am IB-Programm der Nesbru teilnehmen, das sich über die letzten beiden Oberschuljahre in Norwegen erstreckt, werden durch den internationalen Fokus des Lehrplans auf eine berufliche Laufbahn in einem multikulturellen Umfeld vorbereitet.

Schüler mit unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen zu unterrichten, ist mit besonderen Herausforderungen verbunden. Tor Øyvind erinnert sich an eine ehemalige Schülerin aus einem asiatischen Land. Zu seinem großen Bedauern schien sich ihre Leistung nie zu verbessern. Jedes Mal, wenn er sie fragte, ob sie Schwierigkeiten habe, betonte sie, dass alles in Ordnung sei.

„Damals wusste ich nicht, dass es in ihrer Kultur eine Beleidigung ist, dem Lehrer zu sagen, dass man die Lehrinhalte nicht versteht“, sagt er.

Kulturelle Lernhindernisse abbauen

Heute nutzt Tor Øyvind zusätzlich zu persönlichen Gesprächen mit den Schülern das itslearning-Umfragetool, um zu überprüfen, ob die Lerninhalte verstanden wurden. 

Tor Øyvind befragt seine Schüler, um Wissen zu messen und vorhandenes Wissen zu aktivieren. 

„Das itslearning Umfragetool ist wie ein Thermometer in meinem Klassenzimmer. Ich verwende es in jeder Stunde. Ich frage meine Schüler zum Beispiel: „Wo hast du Verständnisprobleme?“ „Sind die Aufgaben zu leicht?“ „Hast du Angst?“ Tor Øyvind erklärt: „Wir machen das regelmäßig und am Ende habe ich ein klares Bild davon, wo meine Schüler stehen. Das funktioniert auch bei Schülern, die nicht den Mut haben, sich in der Klasse zu Wort zu melden, weil sie wissen, dass sie anonym bleiben. Ich wünschte nur, ich hätte dieses Tool schon damals gehabt und bei meiner damaligen Schülerin einsetzen können. Ich denke, sie wäre dann eher bereit gewesen, mir mitzuteilen, wo sie Verständnisprobleme hat.“

itslearning Umfragen können im Unterricht und in Projekten eingesetzt werden, um die Meinung der Schüler zu einem bestimmten Thema in Erfahrung zu bringen. Eine solche Umfrage kann als Inhaltsblock auf Ihrer Startseite oder Kursseite eingefügt werden und die Ergebnisse können als Prozentwerte angezeigt werden. Im Chemieunterricht arbeitet Tor Øyvind auch mit den Umfragen, um im Vorfeld vorhandenes Wissen der Schüler zu aktivieren, bevor mit einem neuen Thema begonnen wird.

Alles an einem zentralen Ort

Als Tor Øyvind vor acht Jahren das erste Mal itslearning nutzte, tat er dies hauptsächlich für administrative, nicht unmittelbar unterrichtsbezogene Aufgaben.

„Ich postete Nachrichten für die Klasse auf dem Kurs-Dashboard. Ich schrieb Nachrichten zu den Themen, die als nächstes behandelt wurden, damit die Schüler sich vorher darauf vorbereiten konnten“, erklärt er.

Heute nutzt er itslearning in viel größerem Umfang, er lädt Multimedia-Inhalte hoch und nimmt lernförderliche Beurteilungen (Assessment for Learning) vor, ein Schwerpunktbereich an der Nesbru-Oberschule.

„Die itslearning Tools eignen sich hervorragend zur lernförderlichen Beurteilung. itslearning erleichtert die Lernerfolgsbeurteilung, weil Tests und Aufgaben in die Fächer einbezogen werden können. Der Schwerpunkt liegt auf dem Lernaspekt, nicht auf den Abschlussnoten, die die Schüler bekommen.“

Gemeinsamer pädagogischer Fokus

Das IB-Programm setzt voraus, dass die Lehrer den Lernfortschritt ihrer Schüler während des Schulhalbjahres kontinuierlich überprüfen. Am Ende des Schulhalbjahres wird eine Abschlussnote vergeben, aber bis dahin sammeln die Schüler Beurteilungspunkte.

„Meine Hauptaufgabe als Lehrer ist es zu beurteilen, wo meine Schüler stehen. Ich überprüfe kontinuierlich, wo sie stehen, und frage sie dann: „Wo willst du hin?“ Wir besprechen dann, was sie tun müssen, um dieses Ziel zu erreichen."

Dieser Fokus auf laufender formativer Beurteilung wird im Rahmen des IB-Programms durch die jüngste Einführung einer neuen Komponente – Approaches to learning (AFL) – gestärkt, die vollwertiger Bestandteil der Unterrichtspraxis in allen unseren Fächern sein wird. Die Schüler bekommen mit AFL Tools an die Hand, um über ihr eigenes Lernen zu reflektieren und Verantwortung dafür zu übernehmen. Tor Øyvind findet, dass itslearning dieses neue Lernen optimal unterstützt, weil die Schüler effizientes Feedback bekommen.

„itslearning erleichtert die lernförderliche Beurteilung“, sagt Tor Øyvind. „Die Lernplattform legt den Schwerpunkt auf den Lernaspekt, nicht auf die Abschlussnoten, die die Schüler bekommen“, erklärt er.

„Ich nutze das Aufgabentool sehr oft, um schnelles Feedback zu geben. Darüber hinaus wird auf der Lernplattform alles an einem Ort zentralisiert. Alles ist im Notenbuch erfasst, das den Schülern und Lehrern einen Überblick darüber vermittelt, wie die Leistung eines Schülers in einem bestimmten Fach aussieht. Die darin enthaltenen Ergebnisse von Tests und Hausaufgaben vermitteln ein sehr gutes Bild davon, wo meine Schüler stehen. Darüber hinaus kann der IB-Koordinator auf das Notenbuch zugreifen und den Schülern helfen, das Aufgabenpensum zu bewältigen“, erklärt Tor Øyvind.

Simulationen und Animationen helfen den Schülern, chemische Reaktionen zu visualisieren

„Ein Atom ist schwer in Bilder zu fassen. Nicht jeder hat diese Vorstellungskraft“, sagt Tor Øyvind. „Du musst es irgendwie vor deinem inneren Auge sehen. Das erfordert jede Menge Fantasie“, erklärt er.

Online-Lernmaterialien können eine große Hilfe für Schüler sein, die Probleme haben, Dinge wie chemische Gleichungen und Reaktionen zu visualisieren. Damit alle seine Schüler Chemie im Geist visualisieren können, stellt Tor Øyvind seinen Schülern Videos, Fotos und Links zu nützlichen Websites zur Verfügung. Alles, was ihnen hilft, die Lernmaterialien zu visualisieren.

„Keiner von uns kann sehen, wie Moleküle interagieren und reagieren. Es sind tatsächlich die online verfügbaren Simulationen und Animationen, die diese abstrakten Konzepte zum Leben erwecken. Es ist toll, dass man die Möglichkeit hat, diese Materialien in itslearning einzubinden. Das Internet ist eine Goldmine für diese Materialien, und itslearning ist ein Hub, auf dem alles gespeichert wird“, sagt Tor Øyvind.

Schüler übernehmen Verantwortung für das eigene Lernen

Viele der Ressourcen, die Tor Øyvind findet, werden in den Stundenplaner hochgeladen, wo er diese seinen Schülern zur Verfügung stellt. Er verwendet den Planer auch, um Themen zu skizzieren, die später im Unterricht behandelt werden. Das hilft den Schülern bei der Orientierung. Er veröffentlicht dort schon Wochen vorher Aufgaben, damit seine Schüler sich auf den Unterricht vorbereiten können.

„Der Planer ist das Herz und die Seele von itslearning. Ein genialer Weg, die Schüler immer auf dem Laufenden zu halten. Man kann dort fast alles hineinstellen“, sagt Tor Øyvind. „Die Schüler haben so die Möglichkeit, Verantwortung für ihr eigenes Lernen zu übernehmen. Die Informationen stehen ihnen zur Verfügung und sie können diese Informationen nutzen, um ihr Lernen zu verbessern. Mir gefällt das sehr gut, und ihnen gefällt es, dass sie alles an einem Ort finden.“

 

 

 

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