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Ein Fünf-Punkte-Ansatz für wirkungsvolle individuelle Lernpläne.

Individuelle Lernpläne (ILPs) helfen Studenten dabei, Sachverhalte besser zu verstehen und Verantwortung für ihr eigenes Lernen zu übernehmen. Aber wie erreichen Sie es, dass ILPs bei Ihren Studenten funktionieren?

Monika Solvig, eine Lehrerin der Sekundarschule Hop in Norwegen, hat individuelle Lernpläne in den letzten vier Jahren erfolgreich genutzt. Laut Monika Solvig heißt das Schlüsselwort in individuellen Lernplänen Reflexion. Ebenfalls wichtig ist ihr Fünf-Punkte-Ansatz für die ILPs, bei dem die virtuelle Lernumgebung ihrer Schule zum Einsatz kommt, um Studenten eine entscheidende Rolle zu geben.

1. Der Student setzt sich das Ziel

Der Student setzt sich seine Ziele auf der Grundlage des Lehrplans oder innerhalb folgender Bereiche: soziale Kompetenz, Lernfähigkeiten, praktische Fertigkeiten oder physische Leistungsfähigkeit. Wenn sich der Student über seine Ziele im Klaren ist, fügt er sie in den ILP in der Lernumgebung ein.

2. Der Student plant, wie er die Ziele erreichen kann

Der Student erstellt einen realistischen und konkreten Plan, um jedes einzelne Ziel zu erreichen. Er verfolgt den Plan regelmäßig weiter und gibt in der Lernumgebung Statusaktualisierungen ein.

3. Kommentierung und Reflexion

Der Lehrer – und die Eltern, falls sie dies wünschen – können den Lernplan des Studenten regelmäßig einsehen, um den Fortschritt zu überprüfen. Sie können ebenfalls Kommentare oder Fragen zu jedem einzelnen Ziel hinzufügen, um den Studenten zu ermuntern, über das Ziel zu reflektieren.

4. Dokumentation des Erfolgs

Wenn der Student sein Ziel erreicht hat, dokumentiert er diesen Erfolg in der Arbeitsmappe und reflektiert darüber, wie er den Erfolg verbuchen konnte und was er aus dem Fortschritt gelernt hat. An dieser Stelle können der Lehrer und die Eltern wieder Kommentare oder Fragen hinzufügen.

5. Regelmäßige Nachbereitung

Der Lehrer sollte nicht nur hin und wieder den Status im ILP überprüfen, sondern auch jedes Semester ein Gespräch zum ILP mit dem Studenten und dessen Eltern ansetzen. Idealerweise sollte der Student dieses Treffen leiten, seine Leistungen beweisen, seine Arbeit zeigen und die Ziele für das nächste Semester skizzieren.

Werfen Sie einen Blick auf die Beispiele der ILPs in der Praxis

Funktionieren individuelle Lernpläne?

„Es ist in der Tat sehr schwierig, die Wirkung von ILPs zu belegen“, sagt Monika Solvig. „Aber allgemeine Forschungsergebnisse zeigen, dass über das eigene Lernen wirklich reflektiert werden kann, und ILPs helfen bei diesem Vorgang. Der beste Beweis sind wahrscheinlich Eltern, deren Kinder ins Gymnasium gekommen sind. Sie sehen, wie nützlich die Fähigkeiten zur Reflexion sind, die mithilfe der ILPs aufgebaut wurden, wenn ihre Kinder mehr Eigenverantwortung für ihre Bildung übernehmen müssen. ”

Diese Ansicht wird durch die Arbeit von John Hattie, Professor an der Auckland University in Neuseeland, untermauert, der eine 15 Jahre währende Studie durchführte, bei der er die Ergebnisse von 50.000 Vorgängerstudien vereinte und insgesamt 83 Millionen Studenten betrachtete. Professor Hattie verwendete die Daten, um 138 Schulbildungsaspekte aufzulisten, und fand heraus, dass die Interaktion zwischen Student und Lehrer in der Schule ganz oben stand. Der wichtigste Faktor war „Selbsteinschätzung“, was Professor Hattie als die Fähigkeit eines Studenten definiert, das eigene Handeln zu verstehen und es dem Lehrer zusammen mit Verständnisproblemen zu erklären.

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